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Die Kraft der "Inneren Bilder"

Innere Bilder, auch Imaginationen genannt, sind lebendige, bildhafte Vorstellungen, Tagträumen ähnlich. Sie beeinflussen unsere Gefühle, Körperreaktionen und unser Verhalten im selben Umfang wie reales Erleben. Zur Veranschaulichung dieses Phänomens denke man z. B. nur daran, wie sich negative Bilder und Erinnerungen auf unser Befinden auswirken. Neben den Alltagserfahrungen gibt es klinische Erfahrungen und wissenschaftliche Erklärungsmodelle, z. B. aus der Neurobiologie. Diese zeigen, dass im Gehirn dieselben Neuronenverbände mit nahezu derselben Intensität aktiviert werden, unabhängig davon, ob man eine Situation tatsächlich erlebt oder erdenkt. Das Gehirn macht offensichtlich keinen Unterschied zwischen Fantasie und Realität.

Bildhafte Vorstellungen lassen sich auch gezielt herbeiführen und willentlich steuern. Hochleistungssportler und Mediziner nutzen diesen Effekt, um  Leistungssteigerungen zu erzielen oder Körpervorgänge, wie z. B. den Blutdruck oder die Wundheilung zu steuern und Schmerzen zu kontrollieren.


Verlauf einer Stunde

Sie selbst müssen nicht viel machen. Sie brauchen lediglich eine lockere und bequeme Körperhaltung einzunehmen. Alles andere finden Sie vor: bequeme Stühle mit hoher Rücken- und Armlehne, Entspannungssessel oder bequeme Bodenmatten sowie einen ruhigen Raum. Die Imaginationen finden im Sitzen oder Liegen statt. An deren Beendigung schließt sich eine Nachbesprechung an.

Bildhafte Vorstellungen, Stress und
chronische Spannungszustände

Der Hauptanwendungsbereich der bildhaften Vorstellungen ist die Psychotherapie. Hierbei besonders das Thema „Stress und chronische Spannungszustände“. So erzeugt die Aktivierung spezifischer, bildhafter Vorstellungen tiefe Entspannung und hilft bei der Verarbeitung und Überwindung akuter oder chronischer negativer Spannungszustände und beim Abbau negativer Empfindungen. Der Effekt ist dabei nachhaltig, stärker als bei anderen Entspannungstechniken und –programmen und ist dadurch gekennzeichnet, dass Sie wenig machen müssen.

Bildhafte Vorstellungen
gezielt herbeiführen.

Wie geht das?

Bildhafte Vorstellungen werden in der Regel unter Anleitung aktiviert, die folgende Punkte umfasst:

  1. Distanzierung von umgebenden Reizen, wie z. B. Lärm, aber auch eigene Gedanken.
  2. Gezielte und differenzierte Beachtung unwillkürlicher Körperprozesse, z. B. die Atmung.
  3. Imagination von z. B. Ruhe induzierenden Szenen, Ruhebildern oder auch Bildern zur aktiven Bewältigung von Stress, wie bildhafte Vorstellungen des Sich-Entlastens, Abladens, Stoppens etc.